Die SPD-Fraktion im Bad Säckinger Gemeinderat übt ungewöhnlich scharfe Kritik an Bürgermeister Martin Weissbrodt und - am Rande - auch an CDU-Stadtrat Clemens Pfeiffer. Grund sind die Äußerungen über Einzelheiten aus den Beratungen der sogenannten Strukturkommission während der CDU-Hauptversammlung am 22. April (SÜDKURIER vom Samstag, 24. April. „CDU: heftige Einschnitte“).
Presseecho
Die Strukturkommission besteht aus Vertretern aller Fraktionen und dem Bürgermeister und hat bisher dreimal nichtöffentlich getagt. In der Runde versuchen die Teilnehmer „ohne Tabus“ (Weissbrodt) auch schmerzhafte Sparmaßnahmen zu finden. In der CDU-Versammlung hatten Weissbrodt und Stadtrat Clemens Pfeiffer aus der Arbeit der Kommission berichtet. Pfeiffer hatte dabei zum Beispiel bekanntgegeben, das Bad Säckinger Jugendhaus würde verkauft werden.
In einem Brief an Weissbrodt schreibt Fraktionssprecher Ulrich Schoo: „Dass . . . Einzelheiten aus den Beratungen öffentlich gemacht werden, empfinden wir als wortbrüchig, vertrauenszerstörend und kontraproduktiv – schlicht als skandalös.“
Veröffentlicht am 30.04.2010
