SPD will die Trompeter-Stadtkarte

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Neues Angebot soll Bedürftigen mehr Teilhabe ermöglichen und eine Bad Säckinger Identität stiften.

BAD SÄCKINGEN. In Freiburg heißt sie FreiburgPass, in anderen Städten Sozialkarte, in Bad Säckingen soll sie Trompeter-Stadtkarte heißen. Der SPD-Ortsverein Bad Säckingen und die SPD-Fraktion im Bad Säckinger Gemeinderat haben eine Initiative gestartet, solch eine Karte einzuführen. Zwei Ziele, so sagt Friederike Brenke, die Vorsitzende der Gemeinderatsfraktion, sollen erreicht werden. Zum einen gehe es darum, Menschen mit kleinem Geldbeutel mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und zum zweiten geht es auch darum, Bad Säckinger Identität zu stiften. In einem zweiten Schritt nämlich soll jeder Bad Säckinger solch eine Karte bekommen, die dann auch als aufladbare Geldkarte dienen soll.
 

Zunächst aber, so sagen Brenke und Alexander Wunderle, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, sollen Alleinerziehende, Familien mit drei oder mehr Kindern, Empfänger von Arbeitslosengeld II, Studenten, Auszubildende sowie Bezieher von Wohngeld und Grundsicherung solch eine Karte erhalten. Diesen Menschen soll die Karte rabattierten Eintritt zu einer ganzen Reihe von Einrichtungen gewähren. Bildung, Mobilität und Freizeitgestaltung nennt Friederike Brenke da als Bereiche. Dabei schlägt sie Vergünstigungen bei den Kursen der Volkshochschule ebenso vor wie rabattierte Fahrkarten für den Bad Säckinger Citybus und auch Vergünstigungen beim WTV-Ticket im Landkreis Waldshut und eventuell auch beim RVL-Ticket im Nachbarkreis Lörrach. Im Bereich Freizeit denkt sie an freien Eintritt in den städtischen Museen und verbilligten Eintritt im Waldbad. Auf der Homepage der Stadt Bad Säckingen könnten alle Vergünstigungen zusammengestellt werden. Am Wochenende will Friederike Brenke den entsprechen Brief an die Stadtverwaltung formulieren. Dann dürfte es Thema im Rat werden.

In einer zweiten Stufe könnte es dann Trompeter-Stadtkarten für alle Bürger geben, wobei lediglich auf dem Kartenchip vermerkt ist, ob der Besitzer der Karte rabattberechtigt ist oder nicht. Ansonsten würden alle Karten gleich aussehen. Dann, so sagt Alexander Wunderle, fungiere die Karte auch als aufladbare Geldkarte. Sie könne dann dazu beitragen, Bad Säckinger Identität zu stiften und das Wirgefühl in der Stadt zu stärken. Dies freilich setzt genügend Lesegeräte voraus.

Badische Zeitung vom 15.06.2016

 
 

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