Jusos fordern Runden Tisch

Reden/Artikel

Die neuerlichen Aktionen der Neonazis in Bad Säckingen besorgen den Juso Kreisverband. Die Empörung und der Schock über die Ereignisse in den letzten Tagen sitzen tief. Auch wenn kein direkter Zusammenhang zwischen der Schändung der Erinnerungsstätte an der B34 und den Aufklebern im Stadtgebiet bestehen mag, so sind doch beide Aktionen Sachbeschädigung, deren Botschaft über die mutwillige Zerstörung hinausgeht. „Hier geht es um mehr als nur ein Streich. Diese Aktionen zielen nur auf Eins: Säen von Hass und Fremdenfeindlichkeit“, so Manuel Knapp Juso Kreisvorsitzender Waldshut. „Wir können es uns nicht erlauben tatenlos zuzusehen, wie die Aktionen der Nazis an Häufigkeit und Intensität zunehmen“, so Knapp weiter.

Der Juso Kreisverband fordert deshalb alle Amt- und Würdenträger der Stadt Bad Säckingen auf, an einen runden Tisch zu kommen und diese Vorfälle zu besprechen. „Diese Aktionen dürfen nicht im Hinterzimmer ausgetragen werden. Rechtspopulismus geht uns alle etwas an. Es muss eine breite Diskussion stattfinden“, so der Bad Säckinger Knapp. „Meine Heimatstadt soll nicht den Ruf bekommen Projektionsfläche für braune Parolen zu werden. Und ich denke, dass will auch keine Bad Säckingerin und kein Bad Säckinger“.
Der Juso Kreisverband sieht seine Forderung auch nicht als Populismus. „Wenn wir zusehen, wie sich diese braune Pest verbreitet und nichts dagegen unternehmen, haben wir hier bald ein ernstes Problem. Gerade in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten versuchen es diese Gruppierungen immer wieder Stimmung zu machen. Die machen Populismus und spielen mit den Ängsten der Menschen“.
Was Bad Säckingen und darüber hinaus auch der Landkreis Waldshut braucht, da ist sich der Juso Kreisverband sicher, ist ein offenes Gespräch über die das Zusammenleben von Migrantinnen und Migranten in unserer Region. Vor allem solle man präventiv an diese Sache gehen und die Vorkommnisse öffentlich in großer Runde besprechen.

 
 

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23.06.2022 15:12
#Wegmit219a.
Morgen geht es im Bundestag um die Streichung des Artikels 219a und einen Schluss der Kriminalisierung von Ärzt:innen, die über Schwangerschaftsabbrüche informieren. Das ist wichtig, denn wir wollen mehr Selbstbestimmung ermöglichen und für alle mehr niedrigschwellige Beratungsangebote sicherstellen.

Worum geht es?

Ärzt:innen werden durch §219a kriminalisiert, wenn sie über Schwangerschaftsabbrüche informieren. Diese Kriminalisierung führt zu einer Verschlechterung der medizinischen Versorgungssituation. Besonders im ländlichen Raum sind kaum noch Ärzt:innen anzutreffen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen können.

 

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