Südkurier: SPD stellt sich hinter Jugendhaus

Presseecho

Bad Säckingen – Die Bad Säckinger SPD will sich nicht so ohne weiteres vom Jugendhaus trennen. Der Ortsverein distanzierte sich anlässlich der Mitgliederversammlung von der Darstellung, dass sich alle Fraktionen über den Verkauf des Jugendhauses bereits einig seien.

Dies war an der Hauptversammlung der Bad Säckinger CDU über die Beratung der nichtöffentlich tagenden Struktur- und Sparkommission erklärt worden – und hatte zum Eklat zwischen Bürgermeister und SPD geführt (wir berichteten).

Die Einrichtung sei nicht als Freiwilligkeitsleistung sondern als Pflichtaufgabe, als „integrativer Bestandteil des Gemeinwesens“ zu werten, sagte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hidir Gürakar am Freitagabend. Deutlich für den Erhalt setzte sich Stadträtin Christine Friedlmeier ein: Offene Jugendarbeit sei Präventionsarbeit. Ein Streetworker könne nur als Ergänzung dienen. Fraktionssprecher Ulrich Schoo: „Ein Streetworker ohne Jugendhaus macht keinen Sinn.“

Dass auch das Jugendparlament hinter dem Jugendhaus steht, unterstrich Markus Säuser, stellvertretender Vorsitzender der Jusos im Kreis. Er fürchtet nur: „Diejenigen, die am lautesten geschrien haben, dass die Jugendlichen auf der Straße rumhängen, werden jetzt am lautesten schreien, wenn es um die Schließung geht.“ Die Mitgliederversammlung verabschiedete am Freitag eine entsprechende Resolution an Gemeinderat und Verwaltung (siehe Kasten).

„Im Meinungsfindungsprozess“ befindet sich die SPD beim Pumpspeicherkraftwerk. Tendenziell zeigt sich jedoch bereits eine eher ablehnende Haltung. Kein Hehl daraus machte jedenfalls Ulrich Schoo. Er habe sich nach mehreren Begehungen angesichts des enormen Landschaftsverbrauchs „vom Befürworter zum überzeugten Gegner“ des Projekt“ gewandelt. Das Pumpspeicherkraftwerk war neben der „Kopfpauschale“ im Gesundheitswesen auch Thema beim Infostand der SPD am vergangenen Samstag in der Innenstadt. Der Stand bildete den Auftakt der neuen Kommunikations-Offensive, die Manuel Knapp am Freitag erläuterte. Die Bevölkerung soll in Zukunft noch stärker über die Kommunalpolitik informiert und eingebunden werden.

Erfreut zeigte sich Schoo in seinem Bericht aus der Fraktionsarbeit über den neuen Minigolfplatz. Noch vor einem Jahr sei die SPD für ihren Einsatz für die Anlage ausgelacht worden. Lob gab es in diesem Zusammenhang für die Tourismus GmbH mit Geschäftsführer Bernhard Mosandl.

Landtagsabgeordneter Alfred Winkler berichtete aus der Bundes- und Landespolitik und empfahl sich zur Wiederwahl. Auch Hidir Gürakar und Silvia Döbele aus Waldshut nutzen die Gelegenheit um sich als Zweitkandidaten vorzustellen.

Zu Delegierten für die Nominierungskonferenz zur Landtagswahl wurden gewählt: Hidir Gürkar, Juliane Brenke, Stephan Muster, Christine Friedlmeier, Manuel Knapp, Stephan Hein, Ulrich Schoo und Jasmine Kaiser. Die Ersatzkandidaten: Cornelia Rüde-Bejar, Marion Reuter, Jakob Reiter und Ernesto Mattivi.

 
 

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