Parteiübergreifender Aufruf von Europaabgeordneten führt zur Gründung der zivilgesellschaftlichen Organisation Finance Watch
Europa
"Jetzt werden wir endlich eine neutrale Instanz haben, die der Finanzmarktbranche
auf die Finger schaut und die Behauptungen ihrer Lobbyisten überprüft. Ein solches
unabhängiges Gegengewicht war dringend nötig. Deswegen habe ich den
fraktionsübergreifenden Aufruf von Anfang an unterstützt und für die Idee
geworben", so der baden-württembergische SPD-Europaabgeordnete Peter SIMON
zur heutigen konstituierenden Mitgliederversammlung der unabhängigen
Finanzlobby "Finance Watch" in Brüssel.
Das Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Währung hatte im vorigen
Sommer gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen in einem fraktionsübergreifenden
Aufruf an die Zivilgesellschaft dazu aufgefordert, ein Gegengewicht zur
Finanzmarktlobby aufzubauen. Diesem Aufruf folgten rund 40 NGOs und Verbände,
wie die deutschen Verbraucherschutzzentralen, der europäische Gewerkschaftsbund
EGB sowie die Hilfsorganisation Oxfam. In einer Mitgliederversammlung
wählen sie heute das siebenköpfige Aufsichtsgremium der neu gegründeten
Organisation Finance Watch. "Wir freuen uns auf die fachliche Expertise einer
sachkundigen Organisation, die ganz zuvorderst danach fragt, was das Beste für die
Steuerzahler ist und welchen Beitrag die Finanzwelt zur Realwirtschaft leistet“, so
Peter SIMON weiter. "Finance Watch" wird die Gesetzgebung in Finanzfragen
kritisch begleiten und dabei nicht die Profite einzelner Akteure der
Finanzmarktbranche sondern das Gemeinwohl sowie die Interessen der
Verbraucherinnen und Verbraucher in den Mittelpunkt stellen", hebt Peter SIMON
abschließend hervor.
Hintergrund:
Die Mitgliederversammlung von Finance Watch wählt am 30. Juni ein siebenköpfiges
Aufsichtsgremium, das sich aus vier NGO-Vertretern sowie aus drei unabhängigen
Finanzexperten zusammensetzt. Rund zwölf Mitarbeiter werden in diesem Sommer die
Arbeit der Organisation aufnehmen.
