Rettungsnotdienst und Notarztversorgung im Fokus

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Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) besuchte der Innenminister des Landes Baden-Württemberg Reinhold Gall am Donnerstag die Leitstelle des Deutschen Roten Kreuzes in Waldshut. Hierbei stand insbesondere der Rettungsdienst und die Notarztversorgung im Mittelpunkt.

Rita Schwarzelühr-Sutter zeigte sich sehr erfreut, dass der Innenminister Reinhold Gall ihrer Einladung folgte: „Aufgrund der schwierigen topografischen Gegebenheiten ist die Versorgung durch Rettungsdienste und Notärzte in unserer Region ein besonders wichtiges Thema. Die rege Teilnahme von Vertretern des DRK, der AOK, des Bereichsausschusses und auch von Kommunalpolitikern, zeigt, dass wir alle gemeinsam an einer Verbesserung arbeiten wollen.“

Bei der Notfallversorgung ist Baden-Württemberg mit über 270 Rettungswachen, über 400 Rettungsfahrzeugen, über 140 Notarzt-Einsatzfahrzeugen und acht im Land stationierten Hubschraubern sehr leistungsfähig“, sagte Innenminister Reinhold Gall. Die demografische Entwicklung, steigende Einsatzzahlen und eine sich verändernde Krankenhauslandschaft bedeuten für den Rettungsdienst jedoch eine enorme Herausforderung. Die Landesregierung setzt daher ihre Anstrengungen mit verschiedenen Instrumenten fort“, so Gall weiter. Entscheidend sei die gesamte Rettungskette: von der Disposition des richtigen Rettungsmittels in den Leitstellen bis hin zu einer schnellen Aufnahme des Patienten im richtigen Zielkrankenhaus.

Peter Hofmeister, Vorsitzender des DRK-Bereichsausschusses, präsentierte den anwesenden Vertretern aus Politik und Gesundheitswesen ein Modell, nach dem es möglich sein soll, zukünftig mit fünf hauptamtlich besetzten Notarztstationen – bei Unterstützung durch die Luftrettung – die Einhaltung der Hilfsfristen zu gewährleisten.

Dieser Wunsch nach qualitativer Verbesserung wurde ebenfalls von Dietmar Wieland, Geschäftsführer der AOK Hochrhein-Bodensee, aufgenommen, der sich gleichzeitig für die Anschaffung eines Linksherzkatether-Messplatzes am Krankenhaus Waldshut bei den SPD-Kommunalpolitikern aussprach. Mit diesem Gerät können verschiedene Stellen im Herz beziehungsweise in dessen Kranzgefäßen untersucht werden. Gerade bei der Behandlung des akuten Herzinfarktes ist die rasche Durchführung einer Herzkatheteruntersuchung daher besonders wichtig. Wie viel Herzgewebe untergeht, hängt bekanntermaßen von dem Zeitraum ab, der bis zur Beseitigung der Verstopfung in den betroffenen Herzkranzgefäßen vergeht. „Mit einem Linksherzkatether-Messplatz könnten die Patienten im Landkreis Waldshut wohnortnah qualitativ hochwertig versorgt werden. Dadurch werden den Patienten lange Transportwege und -zeiten erspart und zusätzlich gewinnt der Rettungsdienst für die Notfallrettung freie Kapazitäten, weil Verlegungsfahrten entfallen" so Dietmar Wieland. Kreisrätin Sylvia Döbele und Rita Schwarzelühr-Sutter werden diese Forderung gerne unterstützen.

 
 

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