Ein Leben für das Ehrenamt

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Die Bild-Zeitung hat ihn einst als „größten Vereinsmeier Deutschlands“ bezeichnet, doch für ihn ist dies ein Kompliment, und sogar ein zutreffendes, denn Heinz Mau gehörte zeitweise 31 Vereinen an. Für seinen langjährigen und vielseitigen ehrenamtlichen Einsatz wurde er am Samstag auf einer Veranstaltung des SPD-Ortsvereins im Hotel St. Fridolin geehrt.

Die Laudatio hielt die parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter. Heinz Mau, der kürzlich seinen 90. Geburtstag gefeiert habe, sei ein Beweis dafür, dass das Ehrenamt das Leben bereichere. Die 23 Millionen Ehrenamtlicher in Deutschland seien „stille Helden der Gesellschaft, denen es nicht egal ist, wie es in ihrer Gemeinde aussieht, und die nicht nach dem Staat rufen“. Heinz Mau war 16 Jahre lang Gemeinderat, zwölf Jahre Bürgermeisterstellvertreter und kümmerte sich vor allem um die Themen Soziales, Sport, Tiere, Brauchtum, Kommunalpolitik, die Sozialdemokratie, Feuerwehr und Musik. Er wurde bereits mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, der Verdienstmedaille der Stadt Bad Säckingen und dem goldenen Ehrenring der österreichischen Partnerstadt Purkersdorf ausgezeichnet, zu dessen Ehrenbürger er ernannt wurde. Unter den Gratulanten war auch Raimund Boltz, der Obmann des Purkersdorfer Verschwisterungsvereins. Bürgermeister Alexander Guhl meinte, das ehrenamtliche Engagement verbessere das Leben vor Ort, und dazu brauche man Bürger und Vorbilder wie Heinz Mau. Dessen langjähriger Weggefährte Arnold Becker berichtete, dass Mau über 100 Mal die österreichische Partnerstadt besucht habe.

Stets habe er ein Ohr bei den Menschen gehabt und sich für sie eingesetzt: „Das beharrliche Bohren dicker Bretter ist deine Stärke“, sagte Becker und berichtete, wie es Heinz Mau gelungen sei, die Stadt dazu zu bewegen, den durch Hochwasser geschädigten Kleingärtnern und Tierzüchtern Hilfe zu leisten.

Glückwünsche überbrachten auch Kurt Robert von der Chorgemeinschaft und der Arbeiterwohlfahrt, Rainer Rittmann von der Judo-Abteilung des Turnvereins, Felix Kromer, der ehemalige Turnvereinsvorsitzende, sowie Klaus Kummle vom Freundeskreis Purkersdorf. Heinz Mau stammt aus Danzig und erlernte den Beruf des Schiffsbauzimmermanns. Seit 1960 lebt er in Bad Säckingen, wo er natürlich auch noch einen Beruf ausübte. Er war in verschiedenen Aufgaben beim Zoll tätig, zuletzt als Zollhauptsekretär. Die meiste Freude bereitete ihm die Ausbildung der Diensthunde.

 

Südkurier, Dr. Gottstein vom 09.12.2014

 
 

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